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Bramme, Knüppel 


Der Smms, 31 51 470 7 920-8 PL-PKPC, ist mit zwei Brammen beladen.
Foto: Oberhausen-Osterfeld West, 10.9.2015, dl

Bramme und Knüppel sind Bezeichnungen für ein Halbzeug überwiegend aus Stahl, aber auch aus Aluminium oder Kupfer. Sie sind die erste Formgebung nach der flüssigen Herstellung im so genannten Kokillen- oder Blockguss, bzw. durch das überwiegend angewandte Vergießen des flüssigen Materials im Stranggussverfahren.

    In der Formbezeichnung werden folgende Unterschiede gemacht:

a) Der Knüppel hat entweder einen quadratischen oder einen runden Querschnitt, wobei die Seitenlängen bzw. der Durchmesser 50 bis 130 mm beträgt. Knüppel sind grob verarbeitet und haben abgerundete Kanten. Die Länge liegt normalerweise im Meterbereich bis zu 18 m. Auf der gesamten Länge haben sie einen annähernd konstanten Querschnitt.

b) Die Bramme hat einen rechteckigem Querschnitt, wobei die Breite mindestens doppelt so groß ist wie die Dicke. Brammen werden durch Gießen hergestellt: In Kokillen gegossene Brammen haben eine konische Form, da sonst die Kokille nicht entfernt werden kann. Am bedeutendsten ist das Gießen von Brammen im kontinuierlichen Stranggussverfahren. Der Brammenstrangguss für rechteckige Stränge mit großer Breite bis über 2.000 mm und kleiner Dicke bis 400 mm wird zur Blechherstellung verwendet. Beim Brammenstrangguss wird im allgemeinen zwischen dem Brammenstrangguss mit einer Dicke über 100 mm und bis 400 mm, dem Vorbrammenguss mit einer Dicke von 70 bis 300 mm und dem Dünnbrammenguss mit einer Dicke zwischen 3 und 50 mm unterschieden. Breite und Länge einer Bramme liegen typischerweise im Meterbereich.

    Beim Knüppel- und Vorblockstrangguss werden neben den runden und annähernd quadratischen Querschnitten auch profilförmige Querschnitte vergossen, die überwiegend zur Herstellung von Langprodukten dienen, wie z.B. Stangen, Träger, Rundstahl oder Drähte.

    Im Walzwerk werden dann die oben genannten Vorprodukte in diversen Walzschritten verformt, so z.B. zu Schienen, Stabstahl, Blechen, nahtlosen Rohren oder Walzdraht als Vormaterial für die Drahterzeugung.


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