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Anschriften an Güterwagen 

Jeder Güterwagen verfügt über eine große Anzahl von Anschriften, Symbole und Piktogramme, die über seine Eigentumsverhältnisse und seine wichtigsten ladetechnischen Eigenschaften Auskunft geben sowie auf Bedienungstechnik und Gefahren hinweisen. Nachfolgend werden die wichtigsten Anschriften und Symbole in unmaßstäblicher Abbildung gezeigt und kurz erläutert.

Foto: Eas 073, 5420 305


     Wagenbezeichnung, Austauschverfahren, Land- und Haltercode
     Bauartbezeichnung, Gattungskennzahl, Gattungsschlüsselnummer
     Schriftart
     Raster (Lastgrenzraster, Zusatzraster, Zulassungsraster)
     Maße und Gewichte
     Radius- und Winkelangaben
     Bremse (Bauart, Wirkung)
     Fristen und Termine
     Symbole und Piktogramme
     Weitere Anschriften in Textform
     Gefahrenhinweise und Verbotsschilder
     Plaketten und Schilder

     Wagenbezeichnung, Austauschverfahren, Land- und Haltercode

Wagenbezeichnung

Die Wagenbezeichnung setzt sich aus der 12-stelligen Wagennummer und der Bauartbezeichnung zusammen (siehe auch nachstehende Erläuterungen).

Foto: Eans 069, Wagen 5419 023


Wagennummer

Die 12-stellige Wagennummer besteht aus insgesamt fünf Gruppen:
1. Gruppe:
Die Ziffern an den Stellen 1 und 2 beschreiben die internationale Verwendungsfähigkeit (Austauschverfahren (AV); hier 31; siehe auch Tabelle).
2. Gruppe:
Die Ziffern an den Stellen 3 und 4 verschlüsseln das Land, in dem das Fahrzeug registriert ist (hier 80 = Deutschland; siehe auch Tabelle Ländercode). Zuvor wurde mit diesen Ziffern die Eisenbahnverwaltung verschlüsselt (siehe Tabelle Eigentumscode).
3. Gruppe:
Die Ziffern an den Stellen 5 bis 8 bilden die vierstellige Gattungskennzahl (GKZ), wobei die erste Ziffer der GKZ - also die 5. Stelle - den Wagentyp kennzeichnet(siehe auch Wagenbauart).
4. Gruppe:
Die Ziffern an den Stellen 9 bis 11 bilden die dreistellige laufende Nummer innerhalb einer Gattungskennzahl.
5. Gruppe:
Die 12. Ziffer ist die Kontrollziffer und steht hinter einem Bindestrich. Sie wird aus den vorgenannten 11 Ziffern berechnet und dient der Feststellung und ggf. Korrektur von Erfassungsfehlern.


Kennzahl für das Austauschverfahren (AV)

Die Kennzahl gibt Auskunft über die Interoperabilitätsfähigkeit, d.h. ob der Wagen in einem die Verwaltungsgrenze überschreitenden Verkehr oder nur im Binnenverkehr eingesetzt werden darf. Außerdem sagt die Zahl aus, ob der Wagen einem gemeinschaftlich betriebenen Wagenpool angehört oder nicht, ob es sich um einen bahneigenen Wagen, einen Privatwagen oder um einen vermieteten und als Privatwagen eingestellten Wagen handelt, und ob der Wagen für unterschiedliche Spurweiten oder nur für eine bestimmte Spurweite geeignet ist (siehe auch Tabelle).


Kurzzeichen für das Austauschverfahren (AV)

Nach Ablösung des RIV (Regolamento Internazionale Veicoli) durch den AVV (Allgemeiner Vertrag für die Verwendung von Güterwagen) bedeutet das Zeichen RIV außer der Zulassung des Wagens gemäß den geltenden Regeln, dass dieser Wagen den Vorschriften der Technischen Einheit im Eisenbahnwesen (TE) und des UIC-Kodexes und damit allen für den internationalen Verkehr gültigen Vorschriften hinsichtlich seiner Bauart entspricht. Dieser Wagen ist uneingeschränkt zwischen allen am AVV teilnehmenden Bahnen übergangsfähig (zugelassen).


Land- und Haltercode

Seit Sommer 2004 wird - an Neubaufahrzeugen und bei Revisionen - neben der 3. und 4. Stelle der Wagennummer ein alphabetischer Code für das Land, in dem das Fahrzeug registriert ist, angeschrieben. Der Ländercode (hier D für Deutschland) wird unterstrichen; es folgt ein Bindestrich und ein Halterkurzzeichen (siehe auch Fahrzeughalterkennzeichnung), hier DB für Deutsche Bahn AG.


     Bauartbezeichnung, Gattungskennzahl, Gattungsschlüsselnummer

Bauartbezeichnung

Bei der DB AG setzt sich die Bauartbezeichnung aus der Gattungsbezeichnung (hier Eans) und der in der Regel hochgestellten dreistelligen Bauartnummer (hier 069) zusammen. Bei anderen EVU wird eine Bauartnummer nur optional verwendet.

Die Gattungsbezeichnung selbst besteht aus dem groß geschriebenen Gattungsbuchstaben und einem oder mehreren klein geschriebenen Kennbuchstaben.
Der Gattungsbuchstabe gibt Auskunft über die Haupt-Bauart (Bezugswagen, siehe auch Wagenbauart). Die Kennbuchstaben - sie werden auch Nebengattungszeichen genannt - stehen für ergänzende Angaben (siehe z.B. Gattungsbuchstabe H und zugehörige Kennbuchstaben).


Gattungskennzahl

Über die Gattungskennzahl (GKZ) werden wichtige technische Merkmale eines Güterwagens verschlüsselt, und zwar zusätzlich zu den Gattungszeichen.

Näheres siehe unter Gattungskennzahl.


Gattungsschlüsselnummer

Ehemalige DR-Wagen haben für eine Übergangszeit neben der Bauartbezeichnung zusätzlich eine vierstellige, eingerahmte Gattungsschlüsselnummer (GSNR) angeschrieben. Diese wird seit 1997 sukzessive gelöscht. Die Gattungsschlüsselnummer wurde bei der DR auf der Grundlage der Gattungskennzahl (GKZ) gebildet und ist mit der dreistelligen Bauartnummer der DB vergleichbar. Die GSNR galt für alle Wagen einer Baureihe, auch wenn diese mehrere unterschiedliche GKZ belegte und wurde oft auch nach einem Umbau beibehalten. GSNR und GKZ können also voneinander abweichen.


     Schriftart

Schriftart

Für die Anschriften an den Güterwagen ist in den Zeichnungen der DB einheitlich die Verwendung der Normschrift nach Teil 4 der Norm DIN 1451, Schriftformen G (Engschrift) und H (Mittelschrift) mit eckig ausgeführten Linienenden festgelegt.

Beispiel links: DIN 1451 H am Eas 073, 5420 480.

Dass nicht immer einheitlich beschriftet wird, ist an weiteren Aufnahmen zu sehen.


     Raster (Lastgrenzraster, Zusatzraster, Zulassungsraster)

Internationales Lastgrenzraster

Weiteres siehe unter ABC-Raster / Internationales Lastgrenzraster.


Nationales Zusatzraster

Weiteres siehe unter Nationales Zusatzraster.

Abbildung:
Shimmns-ttu 723, 467 4 395


Zulassungsraster

Im "Zulassungsraster" sind die Bahnen aufgeführt, auf denen der Wagen auf Grund einer Zulassung verkehren darf.

Abbildung:
Raster am Hbbills 311, 2476 117.


     Maße und Gewichte

Gesamtlänge

Diese Angabe beschreibt die gesamte Wagenlänge in Meter: entweder die Länge über Puffer (abgekürzt als LüP) oder bei Fahrzeugen mit Mittelpuffer-Kupplung die Länge über Kupplung (LüK).

Die abgebildete LüP stammt vom Habbiins 344, 274 0 038.


Ladelänge

Die Angabe der Ladelänge erfolgt in Meter,
beispielhaft abgebildet am Roos-t 645, 352 5 605.


Ladefläche, bzw. Bodenfläche

Die Flächenangabe erfolgt in Quadratmeter,
hier am Hbbillns, 246 2 870 der SBB.


Laderaum

Die Größe des Laderaums wird in Kubikmeter angegeben.

Das Beispiel stammt vom Hbbills 311, 2476 242.


Ladevolumen

Ladevolumen (bei Kesselwagen) in Liter

Abbildung:
Zagkks, 792 1 574.


Radsatzstand / Drehzapfenabstand

Angabe in Meter für den Abstand zwischen
– den Endradsätzen bei 2-achsigen Wagen,
– den Endradsätzen in Drehgestellen,
– den Drehzapfen bei Drehgestellwagen.


Laufkreisdurchmesser

Angabe des maximal zulässigen Laufkreisdurchmessers des Rades (hier 920 Millimeter).


Aufstandshöhe über Schienenoberkante für Container und Wechselbehälter, bzw. Wagenbodenhöhe über SO.

Die Maßangabe erfolgt in Millimeter.

Abbildung:
Sgjkkmms 699, 451 5 437


Eigengewicht

Obere Zeile in der Abbildung: Eigengewicht des Wagens in Kilogramm.
Die untere Zeile gibt das Bremsgewicht der Handbremse an.


Tragfäghigkeit

Die bauartspezifische Tragfähigkeit wird angegeben, wenn sie größer ist als die größte Lastgrenze

Abbildung:
Tragfähigkeit von 105,5 Tonnen, angeschrieben am Samms 489, 4852 430.


Wagenbodenbelastung

Maximale Radlast für die Belastung des Wagenbodens ohne Unterlagen (im Beispiel 5,0 t) und zulässige Achslast auf den Kopfstücken ohne Abstützung (im Beispiel 16,0 t)

Abbildung:
Samms 709, 4864 430



Einzellasten

Das Raster gibt an, welches Gewicht ein Ladegut bei einer verteilten Auflage mit bestimmten Auflagelängen an bestimmten Stellen des Wagens maximal haben darf.

Die Abbildung links zeigt die Einzellasten am Smps, 473 1 158. Das Ladegut darf z.B. an der (Querschnitt-)Stelle b-b bei einer Auflagelänge von 10 Metern eine Last von 37 Tonnen nicht überschreiten.
Die Abbildung darunter zeigt die Markierung des Punktes, bzw. der Stelle "b"; daneben ist ein Anhebezeichen und ein Erdungszeichen zu sehen.


     Radius- und Winkelangaben

Gleisbogenradius

Der vom Fahrzeug kleinste befahrbare Gleisbogenradius wird in Meter angegeben.

Abbildung:
Snps, 4725 725.


Knickwinkel

Diese Anschrift ist für Wagen erforderlich, wenn beim Befahren von Fähren ein Knickwinkel von weniger als 2°30' zugelassen ist. Angeschrieben wird der Wert in Grad und Minuten für den höchstzulässigen Knickwinkel.

Abbildung:
Tds 930, 0720 161.


Zeichen für Wagen, die keine Ablaufberge befahren dürfen

Eine Anschrift wie im Beispiel links ist erforderlich, wenn ein Wagen "nicht ablaufen" darf.

Abbildung: Fas, 6738 021.


Zeichen für Wagen, die nicht alle Ablaufberge befahren dürfen

Eine Anschrift wie im Beispiel links ist erforderlich, wenn ein Wagen wegen der Bauart beim Befahren von Ablaufbergen mit einem Krümmungshalbmesser von 250 m beschädigt werden kann. Angeschrieben wird in Meter der kleinste befahrbare Halbmesser.

Abbildung: Smrrs 720, 492 8 001.


Zeichen für Drehgestellwagen, die mit einem Abstand der inneren Radsätze von mehr als 14,0 m Ablaufberge befahren dürfen

In der Regel dürfen Ablaufberge von Drehgestellwagen nur befahren werden, wenn der Abstand der benachbarten, inneren Radsätze maximal 14 m beträgt. Darf dieses Maß überschritten werden, ist eine Anschrift wie im Beispiel links erforderlich. Angegeben in Meter wird der größte Abstand der benachbarten, inneren Radsätze.

Abbildung: Tads 958, 081 9 538, dl


     Bremse (Bauart, Wirkung)

Bremsbauart

Beispiel links: Wagen mit einer Knorr-Einheitsbremse (KE) mit GP-Wechsel und automatischer Lastabbremsung (A). Darunter die Angabe, dass die automatische Lastabbremsung bis zu einem Gesamtgewicht (Wagengewicht plus Ladung) von 72 Tonnen wirkt.

Die Angaben gehören zum Sgjs 712, 453 9 396.


Bremsgewicht

Untere Zeile der Abbildung: Angabe des Bremsgewichtes der Handbremse in Tonnen.
Roter Rahmen = bodenbedienbare Feststellbremse (Fbr)
Weißer, bzw. schwarzer Rahmen = Handbremse (Hbr)


Zeichen für Wagen mit Komposit-Bremssohlen

Weiteres siehe unter K-Sohle.

Abbildung:
Zeichen für die K-Sohle und rechts daneben die genaue Bezeichnung des Verwendeten Typs "Cosid 810", hier am Zacns, 7838 088.


Zeichen für Wagen mit Low-Low-Bremssohlen

Weiteres siehe unter LL-Sohle.

Abbildung:
Zeichen für die LL-Sohle und rechts daneben die genaue Bezeichnung des verwendeten Typs "IB 116*" des Bremsbelagherstellers ICER, hier am Samms 710, 4862 477.


Handbremswirkung

Mit dem nebenstehenden Symbol wird angegeben, bis zu welcher prozentualen Gleis-Neigung ein Fahrzeug durch die Wirkung der Handbremse (bodenbedienbare Feststellbremse oder Handbremse) sicher gehalten werden kann.

Abbildung:
Die Wirkung der Handbremse ist bis zu einer Neigung von 1,7% gewährleistet, hier an einem Sdggmrs.


     Fristen und Termine

Revisionsdaten

Die hier am Rmms 662, 396 3 677, angegebenen Revisionsdaten haben folgende Bedeutung:
Gültigkeitsdauer des Instandhaltungsrasters (hier 6 Jahre), Werkkennzeichen (WEX = Eberswalde) und Datum der Revision (20.01.2004).
An diesem Datum, vermehrt um die Gültigkeitsdauer, verliert der Wagen formal seine Einsatzerlaubnis im regulären Betrieb (hier also am 20.01.2010).


Grundcheckraster

Im Grundcheckraster - oder auch Schmierraster - wird das Datum der nächsten Untersuchung eingetragen.

Abbildung:
Die nächste Untersuchung am Facns 133, 694 8 907, ist im Dezember 2004 durchzuführen.


Gewährleistung

Links: Angabe der Gewährleistungsfristen, hier vom Hersteller Astra (Rumänien).

Abbildung:
Shimmns-ttu 723, 467 4 314


     Symbole und Piktogramme

Profil

G1-Profil = Internationales Lademaß,
G2-Profil = Deutsches Lademaß.

Näheres siehe unter Profil, Lichtraumprofil, Lademaß.

Abbildung:
Profil G1 am Zacns, 7838 088.


CT- und Anker-Symbol

Das Symbol mit dem stilisierten Tunnel und der Bezeichnung "CT" bedeutet, dass der Wagen im Eurotunnel (engl.: Channel Tunnel) zwischen Folkestone in Kent (Vereinigtes Königreich) und Coquelles nahe Calais (Frankreich) zugelassen ist.
Das Anker-Symbol zeigt an, dass der Wagen für den Fährverkehr zugelassen ist.

Abbildung:
CT- und Anker-Symbol am Sfhimmns 732, 4667 210.


Zeichen für Drehgestelle der Regelspurweite 1435 mm (Normalspur) mit der Möglichkeit der Spurweitenveränderung

Das Zeichen befindet sich auf jeder Wagen-Seitenwand jeweils rechts.
Das rechte Zeichen alleine befindet sich auch an den entsprechenden Drehgestellrahmen.


Zeichen für Drehgestelle der Regelspurweite 1520 mm (Breitspur) mit der Möglichkeit der Spurweitenveränderung

Das 120 mm breite und 55 mm hohe Zeichen befindet sich an den entsprechenden Drehgestellrahmen.


Anhebezeichen

Das Anhebezeichen gibt es in drei Varianten und Bedeutungen. Beim Beispiel links handelt es sich um die Markierung der Stellen, an denen Hubböcke, Hebezylinder, usw. zum Anheben des gesamten Wagenkastens anzusetzen sind.

Abbildung:
Eas 067, 542 5 281.


Funkenschutzbleche

Wagen, die für den Transport von Gegenständen und Stoffen bestimmter Gefahrenklassen zugelassen sind, müssen mit Funkenschutzblechen gemäß Anlage A des UIC-Merkblattes 543 ausgerüstet sein, und tragen ein Zeichen für Funkenschutzbleche.

Abbildung:
Remms, 395 1 378.


Erdung

Zeichen für Wagen mit Erdleitungsverbindung zwischen Rahmen und Drehgestell.

Abbildung:
Zaes, 796 9 178.



Klappensymbole

Symbole an den Klappen von Fal- und Tal-Wagen: 

  = Radsatzlast > 22,5 t
  = Geeignet für 4.000 t-Züge
  H = Hydraulische Klappensteuerung
  M = Magnetische Klappensteuerung
  F = Funknahsteuerung

Auswechseln von Tragfedern

An Wagen mit verwindungssteifem Untergestell (z.B. Kesselwagen, Trichterwagen) muss bei Beschädigung einer Tragfeder ein paarweiser Tausch der Tragfedern vorgenommen werden.

Abbildung:
Tds 932, 073 8 042


     Weitere Anschriften in Textform, bzw. einzelne Buchstaben

Zeichen für Wagen zum Übergang zwischen Ländern mit verschiedener Spurweite

Der Buchstabe "E" - entweder einfach, zweifach oder nicht umrandet - befindet sich auf jeder Wagenseitenwand, jeweils rechts. Das Zeichen erklärt die Übereinstimmung mit dem UIC-Merkblatt 430-1 bzw. 430-3.


EUROFIMA

Eisenbahnfahrzeuge, die über die Eurofima (Europäische Gesellschaft zur Finanzierung von rollendem Material) finanziert wurden, sind mit dem entsprechenden Schriftzug gekennzeichnet.

Abbildung:
Habbinss, 287 0 259.


Heimatbahnhof

Weiteres siehe unter Heimatbahnhof.

Abbildung:
Laais, 436 0 395


Ladegut

Angabe des Ladegutes, welches in der Regel transportiert wird.

Abbildung:
Habis, 2755 521.


Zeichen für Privatgüterwagen

Vor der Gültigkeit des AVV mussten Privatgüterwagen, dessen Halter den Wagen bei einem EVU eingestellt hatte, mit einem [P] hinter der Selbstkontrollziffer der Wagennummer versehen werden. Dieses Zeichen entfällt seit Juli 2006.
Außerdem musste in Verbindung mit dem [P] der Name oder die Firma und die Anschrift des Halters sowie dessen Faxnummer angegeben werden.

Abbildung:
Habbiins, 2742 520.


Einheitsgüterwagen, Standardgüterwagen

Das UIC-Zeichen alleine hat die Bedeutung, dass dieser Wagen den internationalen Vereinheitlichungsbestimmungen entspricht (Einheitsgüterwagen).

Das Zeichen UIC St erhalten nur vereinheitlichte Wagen, die nach den Zeichnungen des ERRI (European Rail Research Institute) gebaut sind. Diese Wagen werden als Standardgüterwagen bezeichnet.

Abbildung:
Hbcs-uv 300, 233 0 630.


Zeichen für lose Wagenbestandsteile

Lose Wagenbestandteile werden mit ihrer Anzahl und Art angeschrieben.
Im Beispiel links handelt es sich um 20 Einsteckrungen.

Weiteres siehe unter "Lose Wagenbestandsteile".

Abbildung:
Kbps, NME 217


     Gefahrenhinweise und Verbotsschilder

Gefahrentafel

Die Gefahrentafel kennzeichnet Fahrzeuge mit Gefahrgut. Die obere Zahl wird als Gefahrnummer, die untere Zahl als UN-Nummer bezeichnet.

Siehe auch Beispiele unter Güterwagenladung, Gefahrgut

Abbildung:
Zans, 783 6 583


Gefahrensymbol, Gefahrenzettel

Weiteres siehe unter Gefahrensymbole.

Abbildung:
Das Gefahrensymbol 3 kennzeichnet "Entzündbare flüssige Stoffe", hier am Zas, 795 7 432


Verbotsschild

Der Wagen darf nicht mit offener Schiebewand / Schiebeplane bewegt werden.

Abbildung:
Habis, 2755 521.


Warnzeichen "Blitzpfeil"

Der sogenannte "Blitzpfeil" wird an Wagen mit Aufstiegtritten oder Leitern in deren unmittelbarer Nähe und in einer Höhe angebracht, dass er vor Erreichen der Gefahrenzone gesehen werden kann. Das Warnzeichen ist bei Wagen anzubringen, deren oberster Aufstiegtritt oder die oberste Leitersprosse höher als 2.000 mm über SO liegt.

Abbildung:
Laes, 4293 760.


Verbotsschild / Warnzeichen

Besteigen des Wagens verboten (links) und Gefahr beim Besteigen des Wagens bei arbeitendem Portalkran.


Zeichen für Wagen mit Innenauskleidung

Das Zeichen dient dem Schutz der Innenauskleidung (z.B. besonderer Farbanstrich, Emaillierung).
Das Piktogramm weist darauf hin, dass die Innenauskleidung nicht mit Schuhen betreten werden darf, außerdem ist das Nageln und Schweißen verboten. Die Aufschrift „Innenauskleidung“ kann in einer oder mehreren Sprachen vorhanden sein.

Abbildung:
Tds, 0739 230.


     Plaketten und Schilder

EBA-Plakette

Weiteres siehe unter EBA-Plakette.

Abbildung:
EBA-Plakette am Smps, 473 1 151.


Untersuchungsschild ("Messingfähnchen")

Das Untersuchungsschild umfasst Blechplättchen (ursprünglich aus Messing), welche auf eine auf den Langträger aufgeschweißte Grundplatte geschraubt oder genietet sind. Diese geben Auskunft über die Wagennummer und Untersuchung (Art, Datum und Werkkurzzeichen).
Da in der Regel auch nach einem Umbau die ursprünglichen Plaketten am Wagen verbleiben, lässt sich so die Fahrzeug-Geschichte zurückverfolgen.

Abbildung:
"Messingfähnchen" am Res 676, 3943 535.



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